Mittwoch, 3. September 2008

Sarkozy und die RSA-Steuer

Neuer Präsident - neue Steuern.
Franzosen sind geschockt, wieder müssen sie neue Steuern zahlen. Sie dachten, nach der Fischsteuer wegen Dieselpreiserhöhung, unter der somit auch Fischer leiden, und der Zusatzkrankenversicherung sei es nun vorbei mit neuen Steuern.
Leider nicht...

Die Reinkanation des französichen Kombilohns (RSA) ist Sarkozys neustes Werk. Er will nach kommunistisch-sozialistischen Ideologie den "Reichen" das Geld wegnehmen und es den "Armen" geben. Er will eine Steuer von 1,1% auf Lebensversicherungen, Aktiengewinne und auf andere Kapitaleinkünfte setzen. Der Erlös diese Steuer, so meint er, soll den alleinerziehenden Müttern, Arbeitslose und Sozialhilfeempfengern zugesprochen werden und damit die rechnerisch fehlenden 1,5 MRD. Euro wieder einbringen.

Hört sich gut an, ist defacto aber Abzocke, und zwar nicht nur für die Reichen.
Laut Expertenmeinung trifft die Steuer einen großen Teilder Mittelschicht, nämlich die 12 Millionen Besitzern einer Lebensversicherung, die 6,5 Millionen Kleinaktionären und die 4 Millionen Grundsteuerpflichtigen.

Fazit: In der Theorie eine schöne (vielleicht kommunistischen Ursprungs..) Idee, die leider nicht ausgeklügelt genug ist, um das Ziel "Reich hilft Arm" zu erreichen...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

So schlimm finde ich die Steuer nicht. Wenn ich mal kurz überschlage:
1,5 Milliarden Euro bei 1,1% Steuer und angeblich 22,5 Millionen "zahlenden Betroffenen": Jeder der Betroffenen hat im Durchschnitt ein Einkommen von 6060,60 Euro, muss also 66,67 Euro Steuern im Jahr zahlen. Die Expertenmeinung degradiert sich damit meiner Meinung nach zu einer Lobbyistenmeinung.
Das also meine kritische Sicht auf den kritischen Kommentar ;-).